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Bewertung von Planungsbüros (Ingenieur- und Architekturbüros)

Für die Bewertung und Kaufpreisfindung von Planungsbüros sollten vier Wertermittlungsverfahren herangezogen werden:

Ertragswert

Er setzt sich zusammen

  • aus den geschätzten zukünftigen Erträgen der folgenden fünf Jahre und
  • dem so genannten Kapitalisierungszinsfuß, mit dem die geschätzten Erträge abgezinst werden.


Substanzwert

Beim Substanzwert werden zumeist die aktuellen Marktpreise der Vermögenswerte zu Grunde gelegt, einschließlich der stillen Reserven. So werden z.B.

  • die EDV-Arbeitsplätze,
  • die Einrichtungsgegenstände,
  • die technische Ausrüstung,
  • die Patente etc.

bewertet. Die Substanz des Büros erlaubt möglicherweise Aufschlüsse über künftig notwendige Investitionen.

Auftrags-/Angebotswert

Aufträge, die sich in der Abwicklung befinden oder kurz vor der Bearbeitung befinden, müssen bei der Wertermittlung berücksichtigt werden. Der Wert von Angeboten wird je nach Zusagewahrscheinlichkeit in die Bewertung aufgenommen.

Organisationswert

Die organisatorischen Abläufe eines Büros fließen ebenfalls in den Unternehmenswert ein. Bewertet werden z.B.

  • Ablagesystem
  • EDV-Organisation,
  • Ablauforganisation nach Leistungsphasen und
  • Ausschreibungsdatenbanken.


Der Bürowert berechnet sich aus dem Auftags-/Angebotswert, dem Organisationswert, dem Ertragswert und dem Substanzwert.

Quelle: VBI, Leitfaden „Nachfolge im Planungsbüro“

Der Verband Beratender Ingenieure VBI e. V. ist „nexxt“-Partner und gibt einen Leitfaden „Nachfolge im Planungsbüro“ für Architekten und Ingenieure für den Preis von 13 Euro zzgl. Versandkosten heraus.

Bestelladresse:

Verband Beratender Ingenieure VBI e.V.
Budapester Straße 31
10787 Berlin
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Fax 030.26062-100
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