Themen und Texte

KfW-Unternehmerkredit

Der KfW-Unternehmerkredit dient der langfristigen Finanzierung von Investitionen in Deutschland.

Gefördert werden Existenzgründerinnen und –gründer bzw. Nachfolgerinnen und Nachfolger im Bereich der gewerblichen Wirtschaft und der Freien Berufe.

Der KfW-Unternehmerkredit fördert im Einzelnen

  • Investitionen in Deutschland, für die eine mittel- oder langfristige Finanzierung erforderlich ist und die einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen
  • Betriebsmittel

Im Förderfenster für kleine und mittlere Unternehmen:

  • Grundstücke und Gebäude
  • gewerbliche Baukosten
  • Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge und Einrichtungen
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung
  • immaterielle Investitionen in Verbindung mit Technologietransfer
  • Übernahme eines bestehenden Unternehmens oder Erwerb einer tätigen Beteiligung durch eine natürliche Person (mindestens 10 % Gesellschafteranteil und Geschäftsführerbefugnis)
  • extern erworbene Beratungsleistungen, die einmalige Informationserfordernisse bei der Erschließung neuer Märkte oder der Einführung neuer Produktionsmethoden sicher stellen
  • Kosten für erste Messeteilnahmen

Höchstbetrag
10 Mio. Euro pro Vorhaben

Sicherheiten
Bankübliche Sicherheiten
Unternehmen und Freiberufler, die seit mindestens 2 Jahren am Markt tätig sind, können eine 50%ige Haftungsfreistellung des durchleitenden Kreditinstitutes in Anspruch nehmen.

Antragstellung
Die Mittel des KfW-Unternehmerkredits müssen vor Beginn des Vorhabens bei der Hausbank beantragt werden.

Risikogerechte Zinsen
Die Höhe des Zinssatzes ist damit abhängig von den wirtschaftlichen Verhältnissen des Kreditnehmers (= Bonität; bestimmt sich z.B. durch Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad etc.) sowie der Werthaltigkeit der Sicherheiten, die das Unternehmen für den Kredit stellt.
Damit gilt: Je geringer das Risiko, desto geringer der Zins. Die Zinsen in der niedrigsten und in der höchsten KfW-Preiskategorie können dabei bis zu 3% auseinander liegen.

Bonität und Sicherheiten eines Unternehmens werden von der Hausbank des Unternehmers ermittelt, die den Förderkredit auf eigenes Risiko gewährt. Auf Grundlage der Bonitätsermittlung und der Sicherheitenbewertung ordnet die Hausbank eine Bonitäts- und eine Besicherungsklasse zu. Durch Kombination der beiden Bewertungsergebnisse ergibt sich die Zuordnung in eine von sieben Preisklassen. Jede Preisklasse deckt dabei eine Bandbreite ab, innerhalb derer der Kundenzins liegen kann. D.h., die KfW gibt maximale Obergrenzen für den Zins einer Preisklasse vor, die Hausbank kann für den Förderkredit diesen Preis oder einen niedrigeren verlangen.

Kombination mit anderen Förderprogrammen
Die Kombination des Unternehmerkredits mit anderen Förderkrediten ist möglich.