Gefördert werden langfristige Investitionen, die einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen und mit denen Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert werden. Darüber hinaus werden die Übernahme eines bestehenden Unternehmens, der Erwerb einer tätigen Beteiligung und die Anschaffung von Betriebsmitteln gefördert.
Den zu erwartenden Beschäftigungseffekt der Investitionen muss der Antragsteller nachweisen.
Unternehmerkapital für Arbeit und Investitionen fördert im Einzelnen:
Erwerb von Grundstücken und Gebäuden,
gewerbliche Baukosten,
Kauf von Maschinen, Anlagen, Fahrzeugen und Einrichtungen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung,
immaterielle Investitionen in Verbindung mit Technologietransfer,
die Übernahme eines bestehenden Unternehmens.
Darüber hinaus können Betriebsmittel in Höhe von 20% der geförderten Investitionen finanziert werden.
Wie wird gefördert?
Höchstbetrag: 2 Mio. Euro
Sicherheiten: keine
Finanzierungspaket: 50 Prozent klassisches Darlehen der Hausbank, 50 % Nachrangdarlehen der KfW
Nachrangdarlehen: Der Darlehensgeber (hier: KfW) steht in der Reihe der Gläubiger an letzter Stelle. Sollte das Unternehmen nicht mehr in der Lage sein, seine Kredite zu tilgen und seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, wird zunächst versucht, alle anderen Darlehensgeber zu befriedigen.
Vorteil: Dies erleichtert eine weitere Aufnahme von Fremdkapital.
Risikogerechte Zinsen
Die Höhe des Zinssatzes ist abhängig von den wirtschaftlichen Verhältnissen des Kreditnehmers (= Bonität; bestimmt sich z.B. durch Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad usw.) sowie der Werthaltigkeit der Sicherheiten, die das Unternehmen für den Kredit stellt. Damit gilt: Je geringer das Risiko, desto geringer der Zins.
Bonität und Sicherheiten eines Unternehmens werden von der Hausbank des Unternehmers ermittelt, die den Förderkredit auf eigenes Risiko gewährt. Auf Grundlage der Bonitätsermittlung und der Sicherheitenbewertung ordnet die Hausbank eine Bonitäts- und eine Besicherungsklasse zu. Durch Kombination der beiden Bewertungsergebnisse ergibt sich die Zuordnung in eine von sieben Preisklassen. Jede Preisklasse deckt dabei eine Bandbreite ab, innerhalb derer der Kundenzins liegen kann. D.h., die KfW gibt maximale Obergrenzen für den Zins einer Preisklasse vor, die Hausbank kann für den Förderkredit diesen Preis oder einen niedrigeren verlangen.



Unternehmerkapital für Arbeit und Investitionen